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Vereinsdomizil und Hof


Seit 2005 entsteht auf dem ehemaligen Gesindehof der Familie von Boyneburg, vormals "hinter den Höfen" eine Hofanlage mit Fachwerkhaus, Kräutergarten, Schmiede und Backofen im mittelalterlichen Ambiente.

Es ist und wird vorerst kein Museumshof, dazu sind unsere Möglichkeiten und der derzeitige Sachstand zu gering. Nein, der ehemalige Gesindehof soll vielmehr als Refugium der Vereinskultur und der Pflege lebendiger Geschichte, alter Handwerkstechniken, historischer Künste und des Brauchtums unserer Heimat dienen. Im Winter ein Hort, um sich Treffen zu können, im Sommer eine Plattform um gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen oder sich je nach handwerklicher, sportlicher oder künstlerischer Begabung ausprobieren zu können.

Das Gebäude selbst ist im Jahr 1945 als Arbeiter und Flüchtlingsunterkunft erbaut worden und wird von uns in Abhängigkeit der bescheidenen finanziellen Möglichkeiten Stück für Stück umgebaut.



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altes Gesindehaus Nordansicht


Zukünftig können hier Seminare und Lehrgänge für den eigenen Bedarf und andere Veranstaltungen rund um das Mittelalter durchgeführt werden.


Die Voraussetzungen im Haus und die hergerichtete Außenanlage sind nahezu ideal.


Weiterhin planen wir derzeit  auch unsere ehrenamtlichen Projekte und Veranstaltungen für Kinder- und Jugendgruppen im überschaubaren Rahmen (bis max 15 Personen) an den Gesindehof zu verlagern.







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Historischer Schafstall, Lagerraum für unsere Ausrüstung


Doch zuvor müssen noch zahlreiche Aus- und Umbauarbeiten an Haus und Hof durchgeführt werden.


Um auch alle geplanten Projekte umsetzen zu können, haben wir uns in verschiedene Gruppen aufgeteilt.









Der Garten

Unter der Leitung von Anne und Rachel entsteht unser Kräutergarten.
Zahlreiche Kräuter, Zier- und Nutzpflanzen haben bei uns eine neue Heimat gefunden.


In der Kräuterspirale
und Aussenbeete:
 

Rosmarin   Rosmarinus officinalis
Französischer Estragon  Artemisia dracunculus ´Pfefferkorn
Liebstöckel   Levisticum officinale
Scharfer Majoran    Origanum vulgare ´Diabolo
Schnittlauch    Allium schoenoprasum
Petersilie   Petroselinum crispum  
Zitronenmelisse  Melissa officinalis  
Katzenmelisse Nepeta cataria
Ysop   Hyssopus officinalis
Lavendel Lavandula angustifolia
Dill Anethum graveolens
Thymian von altgriechisch θύμος thýmos, lateinisch Thymus


Anläßlich unseres 10jährigen Jubiläums konnte bereits die erste Ernte des Kräutergartens veredelt und von Rachel am Kräuterstand ausgestellt werden. DIe mit eigenen Kräutern veredelten Öle stießen auf großes Interesse.



Im Frühjahr kommenden Jahres werden sicherlich noch einige Nützlinge hinzustoßen, die u.a. als Färbemittel Verwendung finden werden oder wie im Falle der Flaschenkürbisse als Transportbehälter oder Trinkgefäße genutzt werden können.


Weiterhin ist geplant auf dem angrenzenden Grundstück Gerste, Kohl, Rüben und Zwiebeln anzubauen, um das mittelalterliche Nahrungsangebot zu ergänzen.




Die Schmiede

Die Schmiede ist ein gemeinschaftliches Projekt der Brüder Alex und Christian Döhring sowie Mario Müller genannt Mammut, der auch die Sarwürkerei betreibt. Nach dem Shorty und Alek den alten Schober entkernt haben wurde mit fachmännsicher Unterstützung von Maurergeselle Mammut begonnen, erste Mauern einzuziehen.

Die bisher mobile Schmiede wird dort ein bleibendes zu Hause finden.



Das Haus

Die alte Holzverschalung an der Südseite des Hauses musste komplett entfernt werden. 
Wir haben uns nach langem Für- und Wider dazu entschieden, sie "nur" durch eine Deckelschalung zu ersetzen. Die neue Verschalung ist ein Kompromiss und eine Übergangslösung. Sie dient im Grunde nur der Bestandssicherung.

Es hätte uns besser gefallen, wir hätten die Gefache wieder instand setzen können. Da diese Maßnahme jedoch unsere aktuellen Finanzen und auch unsere zeitlichen Ressourcen arg strapaziert hätte, haben wir uns übergangsweise für diese Lösung entschieden.

Vor dem Haus wurden noch die Waschbetonplatten der Vorbesitzer gegen eine Natursteinpflasterung ausgetauscht. Obwohl nicht geübt oder gelernt konnte auch dieser Bauabschntt mit Kreativität und Spucke zur Zufriedenheit der Vereinsmitglieder ausgeführt werden.
"Wie gesagt, das kann man einfach nicht lernen, das hat man!" nicht wahr René. Vielen Dank für Deinen Einsatz!


Die Umzäunung

Als Abgrenzung und zum Schutz der Nutzbepflanzung erstellen wir einen einfachen Flechtzaun aus Weiden- und Haselnussruten. Das Erstellen ist nicht schwer, geeignetes Material zu finden, auch auf dem Land zunehmend schwerer, da viele Feldrand-Bestände landwirtschaftlichen Nutzflächen weichen müssen.


Planung 2009 


Einrichten einer Holzwerkstatt im historischen Schafstall.

Herrichten einer festen Feuerstelle. Dadurch und durch den Anbau geeigneter Pflanzen und die Durchführung eines Färberseminares, könnte das Färben von Wolle erleichtert werden und sich vielleicht als ständiges Handwerk etablieren.

Ergänzung der Nutzbepflanzung, wie bereits oben schon erwähnt, um weitere Sorten. 

Ein Ofen, zum Backen und auch evtl. Keramiken brennen, könnte gebaut werden. Dazu sind aber noch einige intensive Recherchen und Besichtigungen in Freilichtmuseen notwendig.


Schaut doch selbst Mal vorbei. 

Treffen der Vereinsgemeinschaft immer Mittwochs ab 20:30 Uhr, im Sommer ab 19.30 Uhr!