Monday, 6. February 2012 | Startseite arrow Geschichte und Darstellung arrow Wasserburg Aue 2009
Aktuell

Termine 2012


 
Neuigkeiten | Kontakt/Impressum
Wasserburg Aue 2009

In Anlehnung an die Konzeption, „Leben im Mittelalter“, entwickelt durch den Verein „Die Dorrenberger zu Suntraha, Freunde mittelalterlichen Lebens e.V. “ zur Unterrichtsbegleitung in Schulen, Kinder- und Jugendgruppen, wurden Einblicke in das Alltags- und Reiseleben salischer Ministeriale und deren Hausstaat vor etwa 950 Jahren vermittelt.

Laut Aussage des Sprechers des Heimatvereins Aue, Herr Hans-Jürgen Germerodt, fanden über 4.000 Besucher an beiden Tagen den Weg nach "Owa", das im Jahre 1128 n.Chr. erstmals urkundliche Erwähnung fand.

Uns hat es Spaß gemacht, mit unseren Darbietungen, Vorführung und Informationen zum Erhalt der Wasserburg Aue ein Stück weit haben beitragen zu können. Hier auch ein Artikel, nebst Gallerie der MB-Media zur Veranstaltung rund um die Wasserburg Aue.

Das Land wurde im ausgehenden 11. Jh. noch vom Sattel aus regiert. König und Hofstaat reisten von Pfalz zu Pfalz, um die Interessen des Reiches wahrzunehmen, Recht zu sprechen und die Steuern einzufordern. Ebenso waren die Dienstmannen des Königs die s.g. Ministeriale, (u.U. leibeigene Hofbedienstete) dazu verpflichtet, dem König zu folgen und ihn bei der Ausübung seiner Regierungspflichten zu unterstützen.

Aufgebaut wurde ein kleines Reiselager, wie es zur Zeit des Salier Königs Heinrich IV. (Gang nach Canossa) in etwa ausgesehen haben könnte. Gezeigt wurden Zelte, Werkzeuge, Mobiliar, Ausrüstung und Accessoires des mittelalterlichen Reisealltags um 1070 n. Chr.

Im Lager fanden sich verschiedene Gewerke und Handarbeiten wie Schmieden, Kettenhemdknüpfen, Tischlern,  Färben,  Filzen, Weben und Nadelbinding. 

Mit Vorführungen zu Mode und Tracht des 11. Jh. wurde die Bedeutung von Farben und Ausführung der Kleidung vorgestellt. Anhand unterschiedlicher Ausführungen von Männer und Frauentrachten, wurde auf den jeweiligen gesellschaftlichen Stand eingegangen.

 


Die Aufgabe der Ministeriale war es, dem Herren Soldaten, Schutz und Trutz zu stellen. Dafür erhielten sie Land zum bewirtschaften, Macht und Ansehen. In der Vorführung Schutz- und Trutzwaffen des 11. Jh. wurden deren Aufbau und Handhabung beispielhaft beschrieben und vorgeführt.

Es wurde gezeigt, wie die militärische Ausbildung  salischer Miles ausgesehen haben könnte. Auch hier stand eigenes Ausprobieren wieder vorne an. Es konnten von uns zur Verfügung gestellte Kettenhemden, Helme, Schild und Schwert s.g. Rüstung und Wehr selbst angelegt und deren Tragekompfort vor Ort getestet werden.
Neben an auf der Bogenschießenbahn konnte unter fachkundiger Anleitung mit Wikinger- und Langbogen die Treffsicherheit im sportlich fairen Wettkampf unter Beweis gestellt werden.

 

Musica Vulgaris, die Spielleute für alte Musik, führten stimmungsvoll verschiedene Instrumente und Musikstile des Mittelalters und der Renaissance vor. Vorgestellt wurden mittelalterliche Instrumente wie Drehleier, Laute, Harfe, Sackpfeife, Schalmaien, Flöten, Chornamuse, Davul- oder Rahmentrommel. Weiterhin präsentierten Musica Vulgaris ihre aktuelle CD "Jetzt geht´s rund"